Forschung im Corona-Jahr: Jahresbericht 2020 erschienen

09.06.2021 - Mitteilung
Die Corona-Pandemie prägte auch das Liechtenstein-Institut im vergangenen Jahr stark. In zahlreichen Publikationen und Medienbeiträgen setzten sich Forscherinnen und Forscher des Instituts mit der Pandemie und ihren Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft auseinander. Aber auch zahlreiche andere Themen wurden am Institut bearbeitet, über welche der vor Kurzem erschienene Jahresbericht Auskunft gibt.

Rund 140 Einträge weist die Publikationsdatenbank auf der Website des Liechtenstein-Instituts für das Jahr 2020 aus. Dazu zählen Monografien in internationalen Verlagen, Beiträge für Fachzeitschriften und Publikationen in den eigenen Schriftenreihen ebenso wie Gastkommentare in den Medien oder Blogbeiträge für wissenschaftliche Websites. Ein wichtiges Thema der Forschungstätigkeit am Liechtenstein-Institut war die Corona-Pandemie mit ihren weitreichenden Folgen für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. So wurden die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise auf Liechtenstein, die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Liechtenstein bei der Pandemiebekämpfung sowie die öffentliche Meinung zur Pandemie analysiert. Gerade im Bereich der volkswirtschaftlichen Forschung werden die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auch künftig eine wichtige Rolle spielen. Was die volkswirtschaftliche Forschung zur Krisenbewältigung beitragen kann, ist Gegenstand eines Gesprächs mit den beiden Ökonomen Andreas Brunhart und Martin Geiger, welches im Jahresbericht des Liechtenstein-Instituts veröffentlicht wurde.

Publikationen und Veranstaltungen
Auch organisatorisch wirkte sich die Corona-Pandemie stark auf die Arbeit des Liechtenstein-Instituts aus. Gerade im ersten Halbjahr 2020 mussten einige Veranstaltungen pandemiebedingt abgesagt werden, so z. B. eine Vortragsreihe zum Jubiläum 25 Jahre EWR-Mitgliedschaft Liechtensteins. Dennoch konnten zu Jahresbeginn und dann später in der zweiten Jahreshälfte 2020 einige Vorträge als Präsenzveranstaltungen durchgeführt werden. Auf besonderes Interesse stiessen die Vortragsreihen «Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit» sowie «75 Jahre Kriegsende». Aber auch online durchgeführte Veranstaltungen erfreuten sich reger Teilnahme. Das Liechtenstein-Institut plant deshalb, auch künftig gelegentlich Onlineveranstaltungen anzubieten.

Veränderungen im Fachbereich Politik
Nach 16-jähriger Tätigkeit am Liechtenstein-Institut, davon sieben Jahre als Direktor, ist Wilfried Marxer Ende 2020 in Pension gegangen. Wilfried Marxer prägte das Institut und war das Gesicht der politikwissenschaftlichen Forschung in und zu Liechtenstein. Pandemiebedingt hat sich die Nachfolgeregelung etwas verzögert. Im Laufe des ersten Quartals 2021 stiessen jedoch die Politikwissenschaftler Thomas Milic, Philippe Rochat und Eike-Christian Hornig zum Team, womit die Kontinuität und Expertise im Fachbereich Politik gewährleistet werden kann. Die neuen Teammitglieder und ihre Projekte und Forschungsschwerpunkte werden im Jahresbericht vorgestellt.

Neudenken, Disziplin und Ausdauer
«Die vielfältigen, immer schnelleren Entwicklungen, die wachsende Komplexität der Wirkungsmechanismen unserer Gesellschaft zu verstehen, ist unsere dauernde Herausforderung», meint Guido Meier, Präsident des Liechtenstein-Instituts, in seinem Vorwort zum Jahresbericht. Auch verlange die Corona-Krise «Neudenken, Disziplin und Ausdauer; Herausforderungen, welchen wir uns im Liechtenstein-Institut gerne stellen.»

Jahresbericht 2020

Liechtenstein-Institut: Forschung im Coronajahr. Liechtensteiner Volksblatt, 11. Juni 2021