Dritte Ausgabe des Wachstumsmonitors erschienen

06.02.2023 - Neue Publikation
Der Wachstumsmonitor des Liechtenstein-Instituts, welcher nun zum dritten Mal erschienen ist, bildet die langfristige Wachstumsentwicklung der liechtensteinischen Volkswirtschaft aus verschiedenen Blickwinkeln ab. Neben klassischen wirtschaftlichen Kennzahlen werden auch Indikatoren wie beispielweise die Lebensbedingungen oder der Ressourcenverbrauch diskutiert. Im Lichte der gegenwärtigen makroökonomischen, sicherheitspolitischen und ökologischen Herausforderungen werden die Spannungsfelder für das heimische Wirtschaftswachstum sichtbarer und drängender.

Der Wachstumsmonitor 2022 weist in seiner mittlerweile dritten Ausgabe 75 Indikatoren aus, deren Entwicklung bezüglich Situation und Tendenz bewertet wird. Die diesjährige Ausgabe setzt einen Schwerpunkt auf den Umgang mit natürlichen Ressourcen in Liechtenstein, indem eine Reihe von Daten in den Bereichen Biodiversität, Energie und Klima in das Set der Wachstumsindikatoren zusätzlich aufgenommen und diskutiert werden.

Während das Wohlstandsniveau in Liechtenstein ausserordentlich hoch ist und Liechtensteins Wirtschaft weiterhin wächst, hat sich der Wachstumsausblick eingetrübt. Dafür sind zum einen die längerfristigen Trends in Form niedrigeren Produktivitätswachstums, des demographischen Wandels und des weniger dynamischen globalen Wirtschaftswachstums verantwortlich. Dazu belastet die veränderte Sicherheitslage die Wachstumsaussichten und gefährdet die Energiesicherheit. Neben diesen Entwicklungen bestehen auch Risiken im Hinblick auf die Nachhaltigkeit und die ökologische Tragfähigkeit des Wirtschaftswachstums. Die grundsätzlich positive Bewertung des liechtensteinischen Wirtschaftswachstums muss also unter Berücksichtigung zahlreicher Einschränkungen gesehen werden.

Potenzial bei der Produktivität. Beitrag von Florian Mani, Radio L, 8. Februar 2023
Eingetrübter Wachstumsausblick. Beitrag von Dunja Goop, Liechtensteiner Vaterland, 9. Februar 2023
Wachsende Herausforderungen. Beitrag von Holger Franke, Liechtensteiner Volksblatt, 9. Februar 2023