Liechtensteinischer Historikerinnen- und Historikertag 2024: «Familie»

Datum:
18. Oktober 2024, 09:00 - 18:30
Ort:
Gemeindesaal Gamprin
Haldenstrasse 93
9487 Gamprin

Am 18. Oktober 2024 findet der zweite Liechtensteinische Historikerinnen- und Historikertag statt, organisiert vom Fachbereich Geschichte des Liechtenstein-Instituts.

 

Der Liechtensteinische Historikerinnen- und Historikertag soll Forschende, Archivarinnen und Archivare sowie weitere Interessierte in einen fachlichen Austausch bringen. Liechtenstein bildet dabei einen allgemeinen Bezugsrahmen, sei es hinsichtlich der behandelten Gegenstände, sei es als Forschungskontext. Dies geschieht in der diesjährigen Ausgabe zum Thema Familie.

 

In vier Panels zu den Aspekten «Ehe und Recht», «Familie und Armut», «Die Quellen – Überlieferung und Zugänge», «Familie und Kinder in der Zeitgeschichte» sowie der offenen Sektion «Neue Forschungsarbeiten» werden insgesamt 12 Beiträge präsentiert und diskutiert werden.

 

Für den keynote speech konnte Prof. Dr. Simone Derix von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen gewonnen werden.

 

Programm

09.00 – 09.10 Uhr   

Begrüssung 

lic. phil. Fabian Frommelt

     
09.10 – 09.40 Uhr  

Keynote Speech

Prof. Dr. Simone Derix: Family matters. Gegenwärtige Perspektiven der historischen Familien- und Verwandtschaftsforschung

     
09.40 – 10.50 Uhr  

Panel I: Ehe und Recht

  • Dr. Katharina Arnegger: Verbotene Liebe – ausser- und voreheliche Beziehungen im frühneuzeitlichen Liechtenstein

  • Mag. Lukas Ospelt: Der lange Weg zum Gewaltverbot unter Eheleuten. Die Rechtsentwicklung in Liechtenstein vom ABGB von 1811 über das Ehegesetz von 1973 zum Gewaltschutzrecht von 2000

     
-- Pause --    
     
11.10 – 12.20 Uhr  

Panel II: Familie und Armut

  • PD Dr. Stephan Scheuzger: Das Patriarchat und die Bedürftigen. Betrachtung zu den familialen Ordnungsvorstellungen im staatlichen Umgang mit den Armen in Liechtenstein im 19. und frühen 20. Jahrhundert

  • PD Dr. Peter Geiger: Ehekonsens wegen Armut verweigert – Ein Fall von 1938

     
-- Mittagspause --  

 

     
13.30 – 14.20 Uhr  

Offene Sektion: Neue Forschungsarbeiten

  • Chiara Jehle: Die Konservendose in der Schweizer Konsumgesellschaft der Nachkriegszeit. Erfolgsdimensionen der Firma Hero in den 1950er- und 1960er Jahren

  • MA Annika Hilti: Reisen in die Alpenmonarchie. Die Entwicklung des Tourismus in Liechtenstein von 1872–1940

     
14.20 – 14.55 Uhr  

Erweiterung der Diskussion

  • Dr. Emanuel Schädler: Tiefenpsychologie als rechtshistorische Heuristik: Das Familienrecht als Beispiel
     
-- Pause --    
     
15.15 – 17.00 Uhr  

Panel III: Die Quellen – Überlieferung und Zugänge

  • Mag. phil. Rupert Tiefenthaler: Auktoriale Überlieferungstradition – Der Rheinberger-Nachlass und das kulturelle Gedächtnis

  • Dr. Natalie Lorenz: Zugänge und Herausforderungen mit zeitgeschichtlichen Quellen im Spannungsfeld von Archiv- und Datenschutzgesetzgebung

  • MSc Benjamin Fischer / Sylvia Frick: Familienchronik der liechtensteinischen Gemeinden online

     
-- Pause --    
     
17.20 – 18.30 Uhr  

Panel IV:   Familie und Kinder in der Zeitgeschichte

  • Dr. Martina Sochin-DElia: Das Bild des werdenden Kindes: Technische Innovation in der Geburtshilfe und Wandel des Familienverständnisses
  • Sina Thöny: Vernetzung und Vermittlung von der Schweiz bis zur arabischen Halbinsel: Das Netzwerk und die Vermittlungspraktiken der Adoptionsvermittlerin Alice Honegger von 1953 bis 1964
     
18.30 Uhr   Ende

Programm

Anmeldeformular
Ausgefülltes Anmeldeformular bitte bis 4. Oktober 2024 an info(at)liechtenstein-institut.li senden.

 

Abbildung: Bäckermeister Eduard und Kathona Ritter-Biedermann mit sechs ihrer zehn Kinder und drei Enkelkindern vor ihrem Haus in Mauren, ca. 1932/33. Zwei Kinder waren bereits im ersten Lebensjahr gestorben, ein Sohn war 1923 in die USA ausgewandert. Eduards Vater Franz Josef Ritter (1838–1921) war Lehrer und gründete um 1884 die Bäckerei Ritter, die über fünf Generationen bis 2021 Bestand hatte. Von Franz Josef leitet sich der Sippschaftsname «Lehrritters» ab. Das Haus befand sich schon bei Anlage des Grundbuchs 1810 im Besitz der Familie (Tschugmell-Fotoarchiv, Gemeindearchiv Mauren, Foto: Fridolin Tschugmell).