Die Zukunft des Kleinstaates in der europäischen Integration

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Ja
Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung des Fürstentums Liechtenstein

 

Innerhalb der Europäischen Union ist eine Entwicklung zu einem zunehmend politischen Zusammenschluss, nicht nur der Mitgliedstaaten, sondern auch der Bürger zu beobachten, der zugleich immer mehr europäische Staaten umfasst. Neben den damit einhergehenden Veränderungen für die Mitgliedstaaten selbst hat diese Dynamik des europäischen Integrationsprozesses insbesondere auch Einfluss auf jene europäischen Staaten, die sich ausserhalb der Union befinden. Je enger und in mehr Bereichen die Staaten innerhalb der Union zusammenarbeiten, desto schwieriger wird es für Drittstaaten, ihre isolierte Haltung ohne Nachteile in wirtschaftlicher, politischer oder sozialer Hinsicht zu wahren.

Vorliegende Untersuchung setzt sich mit der Frage der künftigen Positionierung der europäischen Kleinstaaten Andorra, Liechtenstein, Monaco und San Marino auseinander, die sich allesamt zentral in Europa befinden, aber keine EU-Mitglieder sind. Es wird dabei insbesondere auf die Herausforderungen für die Erweiterungs- und Drittstaatpolitik der Europäischen Union eingegangen, die sich aufgrund der demographischen Kleinheit der untersuchten Staaten ergeben können. Konkret werden Überlegungen sowohl über eine erweiterte Form von Assoziierungsabkommen als auch die Option einer EU-Mitgliedschaft für Kleinstaaten angestellt. Basierend auf einem Verständnis der Europäischen Union als ein nichtstaatliches, föderal verfasstes System, das ausserhalb der Dichotomie Staatenbund und Bundesstaat anzusiedeln ist, werden solche auf den ersten Blick rein politischen Frage einer rechtlichen Lösung zugänglich gemacht.

 

Projektdauer: 2007 bis 2010