Die Welt der Sozialpolitik in einem sehr kleinen Staat: Fürsorge in Liechtenstein vom späten 19. bis ins frühe 21. Jahrhundert

Fachbereich:

Im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojektes möchte das Liechtenstein-Institut die bisher kaum erforschte Geschichte der Fürsorgepolitik und -praxis in Liechtenstein beleuchten. 

 
In einem ersten, durch die Regierung und die liechtensteinischen Gemeinden finanzierten Teil steht die Aufarbeitung der Institutionen der liechtensteinischen Fürsorgepolitik und ihrer Kompetenzen seit der Schaffung des Armengesetzes im Jahr 1869 im Zentrum. Daran anknüpfend sollen in weiteren Projektteilen bestimmte Aspekte im Zusammenhang mit behördlichen und privaten Massnahmen gegenüber Menschen, die sich in sozialen, psychischen oder physischen Schwierigkeiten oder Notlagen befinden, erforscht werden. Beispiele hierfür wären der öffentliche Diskurs über die Fürsorgepolitik oder die praktische Wirkungsweise von Fürsorgemassnahmen aufgrund von Erfahrungsberichten Betroffener.
 
Ein konkretes Forschungsdesign soll in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Geschichte sowie dem Wissenschaftlichen Rat des Liechtenstein-Instituts erstellt werden und sich an der relevanten internationalen Forschung orientieren.

 

Projektdauer: 2019 bis 2021