100 Jahre liechtensteinische Verfassung

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Die liechtensteinische Verfassung kann im Herbst 2021 ihren hundertsten Geburtstag feiern. Das Liechtenstein-Institut nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, sich in Wort und Schrift mit der Verfassung, also dem Grundgesetz Liechtensteins, auseinanderzusetzen.

 

Für die breite Öffentlichkeit bestimmt ist die im Frühling startende Serie von Zeitungsbeiträgen, in denen die Verfassung vorgestellt und einzelne Aspekte des liechtensteinischen Verfassungsrechts beleuchtet werden.

 

Eine Podiumsdiskussion zieht am 17. Juni 2021 mit Liechtensteiner Juristinnen und Juristen aus Politik, Justiz, Zivilgesellschaft und Wirtschaft Bilanz zum Einfluss der Verfassung und wagt einen Ausblick.

 

Fortgesetzt wird die Diskussion am 18. Juni 2021 an einem Kolloquium. Sechs Rechtswissenschafterinnen und -wissenschafter aus Liechtenstein, Österreich, der Schweiz und Luxemburg greifen grundsätzliche Fragen auf. Ihre Ausführungen zu den Funktionen von Verfassungen, zu ihrer Weiterentwicklung und zu einzelnen Aspekten, die Liechtenstein besonders betreffen, wie die Verfassungsgerichtsbarkeit und die enge Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten, sollen das Verständnis für die Verfassung Liechtensteins fördern.

 

Die Referate des Kolloquiums werden Ende 2021 in der österreichischen Zeitschrift ZöR (Zeitschrift für öffentliches Recht) veröffentlicht. Dies bietet Gewähr dafür, dass die Erkenntnisse auch ausserhalb des Landes zur Kenntnis genommen werden.

 

Ein von Hilmar Hoch, Christina Neier und Patricia Schiess herausgegebener Sammelband mit einem Dutzend Aufsätzen von Juristinnen und Juristen – vorwiegend, aber nicht ausschliesslich aus Liechtenstein – beleuchtet verschiedene bisher nicht näher erforschte Aspekte des liechtensteinischen Verfassungsrechts und der Stellung von Liechtensteins Verfassung im europäischen Kontext.

 

Der Sammelband wird Ende 2021 in der Reihe «Liechtenstein Politische Schriften» veröffentlicht.

 

Projektdauer: 2020–2021