Konzession für die „Liechtensteiner“ Eisenbahn

12 Jan 2020 - Vor 150 Jahren
Vor 150 Jahren, am 13. Januar 1870, erteilte der Landtag in einer ausserordentlichen Sitzung die Konzession zum Bau der Bahnstrecke Feldkirch–Schaan–Buchs. Der Zustimmung waren lange Diskussionen vorausgegangen, da in Liechtenstein verlangt wurde, die Linienführung der Eisenbahn habe durch das ganze Land über Balzers zum Knotenpunkt Sargans zu verlaufen. Da dieses Bahnprojekt jedoch nicht die Unterstützung der schweizerischen und österreichischen Regierungen erhielt, einigte sich der Landtag schliesslich auf das Projekt Feldkirch–Schaan–Buchs.

Die „Liechtensteiner“ Eisenbahn wurde am 24. Oktober 1872 als Teilstrecke der k. k. privilegierten Vorarlberger Bahn eröffnet. Mit der Eröffnung der Arlbergbahn (1884) wurde die Bahnlinie durch Liechtenstein Teil der Ost-West-Achse Wien–Paris. Die Eisenbahn trug mit zum Aufschwung von Gastgewerbe, Fremdenverkehr, Handel, Gewerbe und Industrie im späten 19. Jahrhundert bei. Heute wird die Bahnlinie durch Liechtenstein von den Österreichischen Bundesbahnen betrieben und gehört dem österreichischen Staat. Schon wegen dieser Konstellation muss sich die liechtensteinische Regierung bei dem von ihr gewünschten Ausbau der Linie zu einer S-Bahn mit den österreichischen Behörden auf einen Finanzierungsschlüssel einigen.

Bildlegende: Protokoll der ausserordentlichen Landtagssitzung vom 13.1.1870: Der abgeänderte Entwurf des Eisenbahngesetzes wird einstimmig angenommen. (Bild: LTP 1870, www.e-archiv.li/D43832; aufgerufen am 09.01.2020)

 

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