Liechtensteinischer Historikerinnen- und Historikertag 2022: «Biographieforschung»

Time:
21 October 2022, 09:00 - 18:15
Location:
Gemeindesaal Gamprin
Haldenstrasse 93
9487 Gamprin

Am 21. Oktober 2022 findet der erste Liechtensteinische Historikerinnen- und Historikertag statt, organisiert vom Fachbereich Geschichte des Liechtenstein-Instituts.

 

Die Veranstaltung, die künftig in regelmässigen Abständen durchgeführt werden soll, hat zum Ziel, Historikerinnen und Historiker, die in und/oder über Liechtenstein arbeiten, miteinander in einen fachlichen Austausch zu bringen. Dies geschieht in der diesjährigen Ausgabe zum Thema der Biographieforschung.

 

In fünf Panels zu den Aspekten «Theoretische Ansprüche und praktische Grenzen biographischer  Geschichtsschreibung», «Biographieforschung in der Zeitgeschichte und die Bedeutung der oral history», «Die Quellen und ihre Aufbereitung», «Gruppenbiographische Ansätze» sowie «Biographie und Werk» werden insgesamt elf Beiträge präsentiert und diskutiert werden.

 

Für den keynote speech konnte mit Prof. Dr. Volker Depkat von der Universität Regensburg ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der historischen Biographieforschung gewonnen werden.

 

Programm

09.00 – 09.10 Uhr   

Begrüssung und Einführung

PD Dr. Stephan Scheuzger: Biographie und Dezentrierung historischer Betrachtung

     
09.10 – 09.45 Uhr  

Keynote Speech

Prof. Dr. Volker Depkat: Biographieforschung am Beginn des 21. Jahrhunderts: Themen, Trends, Probleme

     
09.45 – 10.55 Uhr  

Panel I: Theoretische Ansprüche und praktische Grenzen biographischer Geschichtsschreibung

  • Lic. phil. Susanne Keller-Giger: Von der Biographie zur akteursbezogenen Parteiengeschichte: Carl Kostka und die Deutschdemokratische Freiheitspartei in der Tschechoslowakei vor dem Zweiten Weltkrieg
  • Dr. Peter Kamber: Biographien: das Persönliche als Gegenstand der Geschichte – Literatur, Psychologie, Soziologie, Kulturgeschichte und Philosophie, alles in einem?
     
Pause    
     
11.15 – 12.25 Uhr  

Panel II: Biographieforschung in der Zeitgeschichte und die Bedeutung der oral history

  • PD Dr. Peter Geiger: Zeitzeugen zur NS-Zeit in Liechtenstein befragen – Voraussetzungen und exemplarische Erfahrungen
  • Dr. Loretta Seglias: Der Einbezug von Zeitzeug:innen – ein „must“ in der Zeitgeschichte? Das Beispiel der Psychiatriegeschichte in Graubünden
     
Mittagspause  

 

     
14.00 – 15.15 Uhr  

Panel III: Die Quellen und ihre Aufbereitung

  • M.A. Natalie Lorenz / Mag. phil. Rupert Tiefenthaler: Die Quellen des Liechtensteinischen Landesarchivs. Eine Fundgrube für die moderne Biographieforschung?
  • Lic. phil. Claudia Heeb / Lic. phil. Julia Frick: Das Frauenarchiv, ein Beispiel einer akteurszentrierten Quellensammlung zur Geschichte der Frauenbewegung
  • Lic. phil. Eva Pepić-Hilbe: Vom Pfarrbucheintrag zur online-Plattform: Genealogieforschung in Liechtenstein, ihre Quellen und ihr Beitrag zur Biographieforschung
     
Pause    
     
15.35 – 16.45 Uhr  

Panel IV: Gruppenbiographische Ansätze

  • Lic. phil. Fabian Frommelt: Akteure, soziale Verflechtungen, kulturelle Praktiken. Prosopographische Annäherung an das Verwaltungspersonal zur Zeit der kaiserlichen Administration in Vaduz-Schellenberg (1684–1712)
  • Cornelius Goop, M.A.: Gruppenbiographien zur Geschichte Liechtensteins – Das Beispiel von vier deutschen Migranten und Politikern des 19. Jahrhunderts
     
Pause    
     
17.05 – 18.15 Uhr  

Panel V: Biographie und Werk

  • Dr. Emanuel Schädler: Lebensweg und Lebenswerk: Die „biographische Rampe“ bei den frühen deutschsprachigen Verwaltungsrechtswissenschaftlern Ende des 19. Jahrhunderts
  • Dr. Rupert Quaderer: Wilhelm Beck – staatspolitisches Wirken und privates Bestreben. Biographische Spurensuche auf der Grundlage seines Nachlasses
     
18.15 Uhr   Ende

 

Detailprogramm

 


Anmeldeformular

Ausgefülltes Anmeldeformular bitte bis 1. Oktober 2022 an info(at)liechtenstein-institut.li senden.