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Fürst und Volk

Vortragsreihe:
Gestern - Heute - Morgen: Perspektiven auf Liechtenstein
Zeit:
13. Juni 2019 19:00 - 20:30
Ort:
Foyer Gemeindesaal Eschen
9492 Eschen


Referent 

Peter Gilgen, Prof. Dr., Professor für German Studies an der Cornell University, Ithaca, New York

 

Zum Vortrag

In der 300-jährigen Geschichte Liechtensteins stehen sich Volk und Fürst, Landschaft und Herrschaft von Anfang an als politische Partner gegenüber. Der langfristige Erfolg des Staates Liechtenstein beruht auf einem vernünftigen Ausgleich, der nach dem Ende des Heiligen Römischen Reiches und den Erschütterungen des Revolutionsjahres 1848 die Gewichte allmählich zu Gunsten des Volkes verschob. Diese zunächst noch recht zögerliche Entwicklung der modernen liechtensteinischen Demokratie fand in der Verfassung von 1921 und den ihr vorausgehenden Auseinandersetzungen ihren Höhepunkt. 

 

Der Vortrag zeichnet wichtige Stationen dieser Entwicklung nach und stellt sie in Bezug zu zwei Fragen, die ergänzend dazu die Geschichte des Verhältnisses der beiden Souveräne, Fürst und Volk, näher beleuchten sollen. Einerseits steht das Erbe des grossen Historikers und Politikers Peter Kaiser zur Debatte. Andererseits stellt sich die Frage, wie die geschichtliche Entwicklung des Fürstentums Liechtenstein unter dem Gesichtspunkt der seit 2003 geltenden Verfassung zu verstehen ist. Ein kurzer Ausblick skizziert zukünftige geschichtliche Möglichkeiten.
 

Zur Vortragsreihe

 «Wir machen uns mit den Erfahrungen von gestern gemeinsam auf den Weg in die Zukunft». Dieser Leitgedanke zieht sich durch das offizielle Programm des Jubiläums «300 Jahre Fürstentum Liechtenstein». Die Verknüpfung des Gestern mit dem Heute und dem Morgen nimmt das Liechtenstein-Institut zum Anlass für eine vertiefte Reflexion über das Land und seine Menschen: In einer Serie von zehn Vorträgen werden verschiedene für Liechtenstein gesellschaftlich relevante Fragestellungen diskutiert, wobei Erfolge und Misserfolge, Kontinuitäten und Brüche, erfreuliche und problematische Entwicklungen der liechtensteinischen Geschichte und Gegenwart gleichermassen interessieren.

Die Vorträge decken ein breites Themenspektrum ab. Gemeinsames Motiv bildet die Auseinandersetzung mit der liechtensteinischen Identität. Anhand je eines konkreten Begriffspaares zeichnen die Referentinnen und Referenten ein differenziertes Bild Liechtensteins und seiner Geschichte. Sie betrachten die gegenwärtigen Verhältnisse als Teil der historischen Entwicklung und regen so eine aktive Debatte über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft an.

 

"Bürgerhütchen wird es noch lange Zeit keine geben". Berichterstattung im Liechtensteiner Volksblatt, 14. Juni 2019

"Nicht mein Verständnis von Demokratie". Berichterstattung im Liechtensteiner Vaterland, 14. Juni 2019

 

 

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