Tod von Fürstin Gina und Fürst Franz Josef II.

17.10.2019
Im Herbst 1989 verstarben innert vier Wochen sowohl Fürstin Gina als auch Fürst Franz Josef II. von und zu Liechtenstein. Franz Josef II. hatte 1938 die Regierung angetreten und als erster Fürst Wohnsitz in Liechtenstein genommen.

Nach seiner Heirat mit Georgine (Gina) Gräfin von Wilczek im Jahr 1943 wohnte erstmals ein Fürstenpaar im Schloss Vaduz. Fürst und Fürstin pflegten ein enges, herzliches Verhältnis zu Land und Leuten. Auch durch ihre Rolle beim Erhalt der liechtensteinischen Eigenständigkeit während des Zweiten Weltkriegs und bei der Modernisierung des Landes in der 51-jährigen Regierungszeit des Fürsten kam ihnen eine Integrationsfunktion zu.
Fürstin Gina (1921–1989) starb am 18. Oktober im Spital Grabs. Am folgenden Tag veranlasste die Regierung eine fünftägige Staatstrauer, die bis zur Beisetzung am 24. Oktober andauerte. Der Trauergottesdienst wurde in der Pfarrkirche Sankt Florin in Vaduz abgehalten und von Landesbischof Johannes Vonderach zelebriert. Das Geschehen wurde auf einem Grossbildschirm im Vaduzer Saal gezeigt und live im Schweizer Fernsehen übertragen.
Am 13. November verstarb auch Fürst Franz Josef II. (1906–1989) nach längerer Krankheit im Spital Grabs. Er war zu diesem Zeitpunkt weltweit das am längsten regierende Staatsoberhaupt. Auch nun wurde bis zum 26. November Landestrauer und Trauerbeflaggung angeordnet. Der Sarg wurde vom 19. November bis zur Begräbnisfeier am 23. November in der Pfarrkirche Sankt Florin aufgebahrt. Am Begräbnistag herrschte gesetzliche Feiertagsruhe. An den Trauerfeierlichkeiten nahmen neben vielen Liechtensteininnen und Liechtensteinern auch zahlreiche Repräsentanten ausländischer Regierungen und Herrscherhäuser teil.

 

Abbildung: Fürst Franz Josef II. und Fürstin Gina von und zu Liechtenstein am 15. August 1988. (https://commons.wikimedia.org/wiki/, Foto: Tom Ordelman).

 

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