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Liechtenstein-Institut nimmt an „Horizon 2020“-Projekt teil

11.12.2018 - Mitteilung
Am 1. Januar 2019 startet das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt „Integrating Diversity in the European Union“ (InDivEU). Das Projekt untersucht, wie sich differenzierte Integration auf den Europäischen Integrationsprozess auswirkt. Von differenzierter Integration spricht man, wenn EU-Regeln und -Bestimmungen nicht für alle EU-Mitgliedstaaten verbindlich sind oder wenn Teile des EU-Rechtsbestandes auch für Nicht-EU-Mitgliedstaaten gelten.

Differenzierte Integration ermöglicht es den einzelnen europäischen Staaten, auf dem Integrationsniveau zusammenzuarbeiten, das ihren Bedürfnissen und Kapazitäten entspricht. Eine solche Differenzierung ist aber nicht immer möglich. Das Projekt InDivEU analysiert deshalb die Bedingungen, Mechanismen und Effekte von differenzierter Integration. 

Im Rahmen des Projekts ist das Liechtenstein-Institut verantwortlich für die Analyse der Europapolitik der Mitglieder der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) – also Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz. Damit liefert das Liechtenstein-Institut einen wichtigen Beitrag über die Funktionsweise externer differenzierter Integration.

Das Projekt ist Teil des Förderprogramms für Forschung und Innovation der Europäischen Union, Horizon 2020. Obwohl Liechtenstein nicht Mitglied des Förderprogramms ist, steht liechtensteinischen Institutionen eine Teilnahme an Horizon-2020-Projekten offen, ohne jedoch Fördergelder beziehen zu können.

Das Liechtenstein-Institut freut sich, diese für die Zukunft des europäischen Integrationsprozesses zentralen Fragen in Zusammenarbeit mit einigen der führenden Institutionen der EU-Forschung wie z. B. dem European University Institute (Florenz), der ETH Zürich oder der London School of Economics untersuchen zu können.

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