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Liechtenstein Institut Bendern, Liechtenstein

 
 
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Forschungs Detail

Geförderte Dissertationen
Integration von Ausländern in Liechtenstein im 20. Jahrhundert
Lic. phil. Martina Sochin

Im Rahmen einer Dissertation unter der Leitung von Prof. Dr. Urs Altermatt, Fribourg, soll im vorliegenden Projekt eine Geschichte von Ablehnung und/oder Akzeptanz von Ausländern in Liechtenstein im Sinne einer kultur- oder mentalitätsgeschichtlichen Geschichtsschreibung vorgelegt werden. Dabei soll auf Formen der Wahrnehmung und Formen des Umgangs mit den/dem Fremden eingegangen werden. Welche Attribute schrieb man den Fremden in Liechtenstein zu, wie wurden sie gesehen, wo wurde ihnen der Zugang ermöglich, wo verwehrt und aus welchen Gründen? Wie wurden allfällige Differenzlinien zum Fremden konstruiert und mit welchen Mitteln, Instrumenten und Argumenten? Hat sich Fremdheit im Laufe der Zeit geändert bzw. ist ein Wandel von Fremdheitskonstrukten im zeitlichen Verlauf oder aber auch in einem gruppenspezifischen Kontext feststellbar? Formen des Ein- und Ausschlusses in unterschiedlichen Situationen und unter verschiedenen Umständen können hier anhand des Konzeptes der Inklusion und Exklusion berücksichtigt werden. Die Perspektive soll dabei übergreifend nicht allein auf die Nationalität von Ausländern, sondern beispielsweise auch auf die Religion, Sprache oder Ethnizität eröffnet werden. Dabei stellt sich die Frage, welcher Faktor in welchem zeitlichen Kontext nun eigentlich – derjenige der Nation, Religion oder Sprache etc. – den Ausländer im liechtensteinischen Kontext zum Fremden werden lässt.

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